Antirassismus, Antifaschismus, Gedenkstätten

Übersicht

1.14 Stories about a Former Airport (Berlin-Tempelhof)

1.26 Prepare an Exhibition (Hamburg-Neuengamme)

1.27 Concentration Camp Memorial (Nordhausen)

1.28 Anti-fascist Resistance (Buchholz bei Hamburg)

1.29 Discover History and Preserve Remembrance (Prettin)

1.30 Learning about History in a Former Concentration Camp (Buchenwald bei Weimar)

1.31 Prisoners of War (Zeithain bei Riesa)

1.32 Never Forget! (Dachau bei München)

1.33 Remembrance and Active Learning (Ravensbrück)

1.34 Diffenrent Perspectives on World War II (Georgsmarienhütte bei Osnabrück)

1.36 Coping with the Past and Learning for the Present (Berlin)

1.37 Photo Project on NS-forced Labour (Berlin Schöneweide)

 

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Stories about a Former Airport (Berlin-Tempelhof)

DE-SCI-1.14 Berlin (ehemaliger Flughafen Tempelhof)

26.09.-07.10.2018

16 Freiwillige

Im Mittelpunkt dieses Camps steht die Geschichte des ehemaligen Flughafens Tempelhof und des Tempelhofer Feldes während der Zeit des Nationalsozialismus.  Am Nordrand des Tempelhofer Feldes befand sich zu jener Zeit das sogenannte Columbia-Haus, welches die Geheime Staatspolizei ab Juli 1933 als Gefängnis für politische Gefangene nutzte und das ab Januar 1935 in das System der Konzentrationslager integriert wurde. Bis zu seiner Schließung im Jahr 1936 wurden im KZ Columbia-Haus insgesamt über 8.000 Menschen inhaftiert.

Ab Dezember 1939 wurden Teile des Flughafens als Produktionsstätten für die Rüstungsindustrie genutzt. Durch die Weser Flugzeugbau GmbH und die Deutsche Lufthansa AG wurden hier Kriegsflugzeuge produziert und repariert. Für diese Arbeiten wurden ins Deutsche Reich verschleppte Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und mehr oder weniger „freiwillige“ Zivilbeschäftigte, ausländische Zivilbeschäftigte der Lufthansa sowie Berliner Juden eingesetzt. Für die Unterkunft der Zwangsarbeiter*innen wurden auf dem Flugfeld drei Barackenlager errichtet, an deren Standorten in den vergangenen Jahren archäologische Ausgrabungen stattfanden.

Arbeit: Systematisierung von archäologischen Fundstücken aus dem Bereich der ehemaligen Zwangsarbeiter/innenlager und historischen Dokumenten und Schriftstücken UND/ ODER interaktives Interview-Projekt mit Besucher/innen. Die Entscheidung wird leider nicht vor Mai gefällt werden können.

Studienteil: Der Studienteil wird zum größten Teil auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens sowie im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors stattfinden und die Geschichte des ehemaligen Flughafens Tempelhof sowie die Erinnerung an NS-Zwangsarbeit zum Inhalt haben, ausgehend von den materiellen Spuren.

Weitere Informationen zum Thema findet ihr hier und speziell zum Tempelhofer Feld im Nationalsozialismus hier.

Unterkunft: In der Unterkunft Jugendbildungsschiff „Horst-Günther“, gelegen in der Bucht beim Treptower Park/ Berlin-Alt-Treptow, Unterkunft in Mehrbettzimmern; Gemeinschaftsküche mit Selbstversorgung; großer Gemeinschaftsraum; kein Wlan in der Unterkunft

Der nächste Bahnhof (Fernzüge) ist Berlin Ostbahnhof, der nächste Flughafen ist Berlin-Schönefeld

Qualifikation: Interesse an der Geschichte des Nationalsozialismus, gute Englische Sprachkenntnisse; Deutschkenntnisse wünschenswert, aber nicht Bedingung

Es ist ein Motivationsschreiben erforderlich, das ca. 5 Tage nach Ankunft beim SCI beantwortet wird.

Bermerkungen: Besuche der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Museen etc. in Berlin sind in der Freizeit möglich; viele Sport- und Naherholungsmöglichkeiten im Treptower Park direkt neben der Unterkunft

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Prepare an Exhibition

DE-SCI-1.26 Neuengamme (bei Hamburg)

18.08. - 01.09.2018

22 Freiwillige

Das KZ Neuengamme wurde während der Kriegsjahre mit über 80 Außenlagern zum zentralen Konzentrationslager für Nordwestdeutschland ausgebaut. Als Folge des von der SS verfolgten Prinzips der „Vernichtung durch Arbeit“ starb annähernd die Hälfte der insgesamt etwa 100.000 Häftlinge aus ganz Europa. Heute ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ein Ort der Erinnerung, Information, Bildung und Forschung. Sie ist auch das Ergebnis politischer Auseinandersetzungen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, denn bis 2003 bzw. 2006, befanden sich auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers zwei Gefängnisse, so dass der Großteil des Geländes nicht zugänglich war. Die Teilnehmenden des ersten Workcamps im Jahr 1982 legten den ersten Rundweg an und stellten Informationstafeln auf.

Arbeit: Das Camp wird sich mit den früheren SS-Luftschutzbunkern auf dem ehemaligen Lagergelände befassen, die bisher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Ihr Zustand soll dokumentiert und gesichert werden und es soll dort eine kleine Schaufenster-Ausstellung gestaltet werden, in der der umfangreiche Schutz für die SS-Männer dem mörderischen Einsatz von KZ-Gefangenen für den Luftschutz und bei Aufräumarbeiten nach Luftangriffen gegenüberstellt wird. Es wird Gespräche mit Vertreter/innen der zweiten Generation geben. Die Arbeit und die Erkenntnisse werden dokumentiert und verarbeitet in Artikeln für Blogs oder lokale Zeitungen und eventuell im Rahmen einer literarisch-kulturellen öffentlichen Veranstaltung. Außerdem einige landschaftspflegerische Arbeiten an der Gedenkstätte.

Studienteil: Geschichte des KZ Neuengamme und der Auseinandersetzungen um die KZ-Gedenkstätte; Austausch zu den unterschiedlichen Perspektiven auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die Auseinandersetzungen um Gestaltung und Inhalte von Erinnerung; es ist ein Beitrag für die jährliche Gedenkfeier beim ehemaligen Frauenaußenlager in Hamburg-Wandsbek am 29. August geplant

Unterbringung: In Zimmern; Kochen und Essen in großen Zelten neben dem Gebäude; die Unterkunft befindet sich auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Qualifikationen: Interesse an Geschichte, Eigeninitiative (wichtig: gute Englisch- und/oder Deutschkenntnisse)

Bemerkungen: Es sind gemeinsame Ausflüge nach Hamburg geplant

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Concentration Camp Memorial

DE-SCI-1.27 Nordhausen, KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

28.07. - 11.08.2018

18 Freiwillige

Zum vierten Mal findet in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora ein mit dem SCI organisiertes Workcamp auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers statt, das in den nächsten Jahren fortgesetzt werden soll.

Das Lager „Dora“ wurde Ende August 1943 als Außenlager von Buchenwald gegründet. Im Rahmen der Untertageverlagerung der Raketenproduktion in den Südharz mussten KZ-Häftlinge ein Stollensystem im Kohnstein bei Nordhausen zur unterirdischen   Raketenfabrik  ausbauen. Die Produktion der vom NS-Regime als „Vergeltungswaffe“ propagierten Rakete wurde im Januar 1944 aufgenommen. Die Häftlinge waren monatelang in der Stollenanlage untergebracht. Erst im Frühjahr 1944 wurde ein oberirdisches Barackenlager errichtet.

Mehr als 60 000 Menschen aus fast allen Ländern Europas, vor allem aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich, mussten zwischen 1943 und 1945 im KZ Mittelbau-Dora Zwangsarbeit für die deutsche Rüstungsindustrie leisten. Jeder dritte von ihnen starb.

Arbeit: Freilegungsarbeiten und Sichtbarmachung von Barackenfundamenten im ehemaligen Barackenlager; Arbeit mit Steinen, Entbuschen;  Baumstämme anmalen

Studienteil: Geschichte des KZ und seiner Außenlager; Untertageverlagerung von Rüstungsproduktion

Unterbringung: Rüstzeithaus der Evangelischen Kirche Nordhausen-Salza, ca. 10-15 Minuten mit dem Fahrrad von der Gedenkstätte entfernt; Selbstverpflegung (Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe); Internet/ WLAN nur in der Gedenkstätte!

Bemerkungen: Öffentliches Freibad nahe der Unterkunft; Ausflüge in den Harz und zum Kyffhäuser sind möglich; es werden Fahrräder gestellt

Qualifikationen: Interesse an der Geschichte der Konzentrationslager; gute englische Sprachkenntnisse; sicheres Radfahren im Straßenverkehr ist Voraussetzung!

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Anti-fascist Resistance

DE-SCI-1.28 Buchholz/ Heideruh I (40 km südlich von Hamburg)

03.08. – 22.08.2018

12 Freiwillige

1945 wurde die Erholungs- und Begegnungsstätte „Heideruh“ für die Opfer der NS-Herrschaft gebaut, z.B. für Kinder, deren Eltern politisch verfolgt oder in Konzentrationslagern inhaftiert waren bzw. ermordet wurden. Angehörige, Überlebende und Freund*innen haben viel Zeit und Energie investiert, um diese Stätte zu errichten.

Bis heute dient Heideruh vor allem als Ort der Erholung und Begegnung für gleichgesinnte Antifaschist*innen aus Ost und West, die sich generationenübergreifend für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen. Zurzeit leben auch neun Asylbewerber aus dem Nordsudan und arabischen Ländern in Heideruh. Aktuell geht es darum, Heideruh für Jüngere attraktiv zu gestalten. Es gilt, sich auf die Zeit vorzubereiten, in der es keine Zeitzeug*innen des Faschismus mehr gibt.

Das Camp hat einen ausgeprägten Study-Part. Etwa 50 % der Zeit werden wir mit zwei Teamer*innen zu den Themen Antifaschismus und Gedenkkultur arbeiten. (Facebookgruppe: Heideruh Volunteers)

Arbeit: Pflege, Reparatur und Ausbau des Barfuß-Pfades und des Generationen-Spielplatzes; hauptsächlich Arbeit mit Holz

Studienteil: Dokumentation des Workcamps; Vorbereitung einer öffentlichen Gedenkveranstaltung; Treffen mit Zeitzeug*innen; Besuch der Gedenkstätte Neuengamme und verschiedener Gedenkorte in Hamburg, teils gestaltet vom Auschwitz-Komitee; Filmabend

Unterkunft: Direkt in Heideruh in Doppelzimmern; in Ausnahmen können auch Zeltübernachtungen möglich sein, Zelte werden gestellt

Bemerkungen: Verpflegung durch die Küche; Warmgetränke und Wasser werden tagsüber gestellt, andere Getränke müssen bezahlt werden; Wochenenden sind frei

Qualifikationen: Interesse am Thema Antifaschismus; Rücksichtnahme auf ältere Menschen; Lust auf überschaubare Bau- und Denkprojekte

Standort: Buchholz liegt im Nord-Westen der Bundesrepublik, etwa 40 km südlich von Hamburg. Die Stadt liegt in der wunderschönen Lüneburger Heide.

Anreise: Die nächsten Flughäfen sind Hamburg und Bremen. Vom Hauptbahnhof mit dem Regionalzug nach Buchholz fahren (von Hamburg 20 Min, von Bremen 60 Min). In Buchholz holt der Projektpartner ab. Anreise vor dem 3.8. ist möglich. Verspätete Anreise bitte vermeiden.

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Discover History and Preserve Remembrance

DE-SCI-1.29 Prettin

10.08. – 24.08.2018

14 Freiwillige

Das KZ Lichtenburg, das in einem Renaissanceschloss eingerichtet wurde, war ein „Muster- und Ausbildungs-KZ“ und überdauerte so die Frühphase des NS-Staates. Nach dessen Auflösung im August 1937 diente das Schloss bis Mai 1939 als Frauen-Konzentrationslager, von September 1941 bis April 1945 als Außenlager des KZ Sachsenhausen. Von 1933 bis 1945 waren mehr als 10.000 Personen im KZ Lichtenburg inhaftiert. Deren Alltag war geprägt von Hunger, Misshandlungen und schlechten hygienischen Bedingungen. Die Häftlinge mussten in unterschiedlichen Bereichen Zwangsarbeit verrichten. In einem Teilbereich des Schlosses befindet sich heute eine Gedenkstätte. Diese umfasst auch den ehemaligen „Bunker“, in dem Häftlinge extremen Strafen und Misshandlungen ausgesetzt waren.

Arbeit:

Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten auf dem Nordhof des Schlosses, der als Appellplatz genutzt wurde, und im ehemaligen „Bunker“,

Kunstprojekt, das sich mit dem Vorplatz des Gedenkstättengebäudes beschäftigt, auf dem sich die Latrine befand (Häftlingsbiographien, Lebensbedingungen im KZ, Hygienebedingungen),

Vorbereitung und Durchführung einer öffentlichen Abschlussveranstaltung

Studienteil: Geschichte der Konzentrationslager im Schloss Lichtenburg; Wahrnehmung der Gedenkstätte in der Bevölkerung

Unterkunft: Großraumzelt auf einem Campingplatz direkt an einem Badesee in Prettin; Schlafsäcke, Laken und Kopfkissen bitte selbst mitbringen; Selbstversorgung im großen, eigenen Küchenbungalow; Fahrräder werden gestellt

Bemerkungen: Gute Freizeitmöglichkeiten (Baden, Boote, Minigolf, Kegeln, Ausflüge entlang des Elbradweges, nach Wittenberg und Berlin möglich). Es ist geplant, dass das Camp an einem Drachenboot-Rennen teilnimmt.

 

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Learning about History in a Former Concentration Camp

DE-SCI-1.30 Buchenwald (bei Weimar)

Deutsch-Russisch-Ukrainisches Workcamp

29.07. - 11.08.2018

20 Freiwillige

Seit 1990 finden internationale Summercamps in der Jugendbegegnungsstätte bzw. auf dem Gelände des eh. Konzentrationslagers Buchenwald statt. Mit seinen mehr als 278.000 Insassen aus über 50 Ländern war Buchenwald eines der größten Konzentrationslager. Tausende Menschen starben hier an Hunger und Krankheiten, durch schwere Arbeit und die Gewalt der Bewacher sowie auf den Märschen zu Kriegsende. Nach 1945 nutzten die Sowjets das eh. KZ zur Internierung von Nationalsozialisten, aber auch Unschuldige wurden in das Speziallager gebracht. Etwa 7.000 Menschen überlebten dieses zweite Lager nicht.

Arbeit: Überwiegend an der ehemaligen Bahnlinie Weimar-Buchenwald mit Steinmetzarbeiten zur Erinnerung an nach Auschwitz deportierte Menschen und der Recherche im Archiv zu Einzelschicksalen; Bergung und Sortierung von Fundstücken aus der Lagerzeit, Restaurierungsarbeiten. 

Studienteil: Intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten der Geschichte des KZ Buchenwald u.a.: Was wusste die unmittelbare Umgebung vom KZ Buchenwald? Was passierte in Buchenwald nach dem Krieg im Sowjetischen Speziallager?

Diskussion über Erinnerung und Gedenken an den Zweiten Weltkrieg in Deutschland, der Ukraine und Russland und aktuellen Bezügen; Auseinandersetzung mit von den Teilnehmenden (freiwillig) selbst vorbereiteten Themen jedweder Art

Unterkunft: In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte der Gedenkstätte mit eigenen Duschen in den Zimmern (3-4 Personen), Grillmöglichkeit, Tischtennis etc.; Kochteams

Qualifikationen: Dieses Workcamp enthält einen umfangreichen Studienanteil und setzt dementsprechend großes Interesse an den Themen Ausgrenzung und Rassismus in Geschichte und Gegenwart voraus! Das Camp wird auf Englisch durchgeführt, weswegen gute Sprachkenntnisse wünschenswert sind. 
Bemerkungen: Die Teilnehmer des Camps werden praktisch an den Vormittagen arbeiten – die Nachmittage dienen dann flexibel gestalteten Workshops, Gesprächen, Museums-besuchen u.v.m. – also dem Studienteil des Projekts – immer auch den Wünschen und Ideen der Teilnehmenden entsprechend. 

Ausflüge nach Weimar und Erfurt oder in andere Städte selbstständig am Wochenende. Besuch des Partnercamps in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora b. Nordhausen. Goethepark in Weimar, Besuche von Goethe- oder Schillerhaus; Schwimmbad

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Prisoners of War

DE-SCI-1.31 Zeithain (bei Riesa)

03.08. - 24.08.2017

17 Freiwillige

Im Rahmen der Vorbereitung des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion entstand ab April 1941 auf dem Truppenübungsplatz in Zeithain ein Lager für Kriegsgefangene, das zunächst ausschließlich sowjetische Gefangene aufnehmen sollte. Infolge völlig unzureichender Ernährung, schlechter medizinischer Versorgung und katastrophalen hygienischen Bedingungen starben bis zu 30.000 von ihnen. Ab Februar 1943 diente das Lager als zentrales Lazarett für Kriegsgefangene. In dieser Periode trafen auch Gefangene anderer Nationen (z.B. Polen, Briten, Jugoslawen) ein. Seit 2003 helfen Freiwilligenworkcamps bei archäologischen Arbeiten auf dem Gelände, das nach dem Krieg als Panzerübungsgelände diente. Seit 2006 gibt es einen provisorischen Geschichtslehrpfad, der sukzessive dauerhaft ausgebaut werden soll.

Arbeit: Konservierung der ehemaligen Gebäudestandorte und ihre Gestaltung, so dass sie der Öffentlichkeit dauerhaft präsentiert werden können; Sammlung von Ideen und Anregungen für den konzeptionellen und gedenkpädagogischen Umgang mit dem Areal

Studienteil: Schicksale von Kriegsgefangenen in Deutschland während des 2. Weltkrieges

Unterkunft: In einem Wohnhaus mit Betten, Internetzugang; Selbstverpflegung

Qualifikation: Bevor ihr euch für das Camp anmeldet, solltet ihr euch die wesentlichen Infos durchlesen, in denen wir erklären, was wir von Freiwilligen für unsere Camps erwarten.

Bemerkungen: Um einen ersten Eindruck von dem Camp zu bekommen, kannst du dessen Homepage besuchen, Erfahrungsberichte durchstöbern oder dir ein paar YouTube Videos ansehen!!

Gute Feizeitmöglichkeiten (Fitnesscenter, Outdoor Volleyball); Ausflüge in verschiedene Städte (Dresden, Leipzig, Berlin) und Ausflugsziele in Sachsen, wie Meissen und Moritzburg sind möglich!

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Never Forget!

DE-SCI-1.32 Dachau (bei München)

28.07. - 10.08.2018

20 Freiwillige

Seit 1983 findet in Dachau jeden Sommer eine internationale Jugendbegegnung mit etwa 120 jungen Leuten aus 20 Ländern statt. Die SCI-Freiwilligen nehmen im Rahmen dieser Begegnung an verschiedenen Workshops mit Fragestellungen zur Geschichte und zum Gegenwartsbezug des Nationalsozialismus sowie an Gesprächen mit Überlebenden teil. Der Schwerpunkt liegt auf dem Studienteil.

Das KZ Dachau wurde bereits im März 1933 auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik als erstes nationalsozialistisches Konzentrationslager errichtet. Mehr als 200.000 Häftlinge wurden während des zwölfjährigen Bestehens des Lagers registriert. Unzählige starben durch Terror und an den Folgen von unmenschlicher Zwangsarbeit, Krankheit und Erschöpfung.

Arbeit: Im Gegensatz zu anderen Camps, liegt der Fokus hier auf einem ausgeprägten Study-Part. Die Freiwilligen werden sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen, indem sie Gespräche mit Überlebenden führen und sich aktiv in verschiedenen Workshops beteiligen. Aktuelle politische Situationen werden dabei auch diskutiert.

Studienteil: Zeitzeugengespräche, Workshops, Führungen, Exkursionen, etc.

Unterkunft: Im Jugendgästehaus in Dachau (4-Bett-Zimmer); barrierefreie Zimmer sind vorhanden

Qualifikation: Interesse am Thema; ausreichende Englisch- und /oder Deutschkenntnisse zur problemlosen Alltagsverständigung

Bemerkungen: Es fallen bei der Ankunft Zusatzkosten von 160,00€ an, zudem ist ein Motivationsschreiben erforderlich! Hierfür bitte in der Geschäftsstelle telefonisch oder per E-mail nachfragen.

 

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Remembrance and Active Learning

DE-SCI-1.33 Fürstenberg/Ravensbrück (nördlich von Berlin)

Deutsch-Polnisch-Spanisches Workcamp

04.08. - 18.08.2018

15 Freiwillige

Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück wurde 1939 in der Nähe von Fürstenberg an der Havel errichtet. Bis zur Befreiung im April 1945 waren dort mehr als 120.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 minderjährige weibliche Jugendliche des sog. „Jugendschutzlagers Uckermark“ inhaftiert. Die Häftlinge kamen aus über 30 Nationen. Sie mussten in den unterschiedlichsten Bereichen, u.a. in SS-eigenen Betrieben und für die Firma Siemens, Zwangsarbeit verrichten. Ihr Alltag war geprägt von Hunger, Misshandlungen und schlechten hygienischen Bedingungen. Zehntausende Häftlinge wurden ermordet.

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück bewahrt Zeugnisse und Spuren, fördert Erinnerung und Forschung und ist gleichzeitig aktiver Lern- und Begegnungsort. Jedes Jahr finden internationale Workcamps auf dem ehemaligen Lagergelände statt.

Arbeit: Erschließung und Übersetzung von Sammlungsbeständen aus den Archiven; Außenarbeiten im Gelände; Arbeit in der Jugendherberge des Projekts

Studienteil: Häftlinge im KZ Ravensbrück; Gedenken und Erinnern in der Gedenkstätte Ravensbrück ; Teilnahme am Performance-Projekt "Sound and Silence". Alle Teilnehmer werden ermutigt sich Lerngruppen zu den Themen "Kreatives Schreiben", "Theater", "Tanz" und "Sound" anzuschließen , wo sie kreative Inhalte mit anderen entwickeln können. Die Gruppe wird vom 15.8.-18.8. zeitweise in das Ravensbrücker Generationenforum eingebunden und dort mit Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers sowie anderen deutschen und polnischen Jugendlichen zusammen treffen.

Unterkunft: In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte auf dem Gelände der Gedenkstätte; Verpflegung durch die dortige Kantine

Bemerkungen: Ausflüge in die seenreiche Umgebung, nach Berlin oder an die Ostsee

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Different Perspectives on World War II

DE-SCI-1.34 Georgsmarienhüte (bei Osnabrück)

Deutsch-Russisch-Ukrainisches Workcamp

28.07. - 11.08.2018

16 Freiwillige

Im „Arbeitserziehungslager Ohrbeck“ waren von Januar 1944 bis zum Kriegsende 1945 mehr als2.000 Menschen inhaftiert, die zur Arbeit im Eisenhüttenwerk, zur Trümmerbeseitigung und Minenräumung gezwungen wurden. Viele von ihnen verloren ihr Leben. Die meisten waren Zwangsarbeiter*innen und kamen aus den Niederlanden und der Sowjetunion. Ihre Bestrafung diente zugleich der Abschreckung von über 25.000 Zwangsarbeiter*innen in der Region Osnabrück, wobei die Hälfte aus der Ukraine, Weißrussland und Russland stammte. Die Gedenkstätte Augustaschacht wird seit achtzehn Jahren mit viel freiwilliger Arbeit aufgebaut. Wie in der Vergangenheit, so soll durch ihre Teilnahme an diesem Workcamp das Bewusstsein der Freiwilligen für die Lehren aus der Geschichte des Zweiten Weltkrieges gestärkt werden.

Arbeit: Hilfe bei Ausgrabungen auf dem ehemaligen Lagergelände; die gefundenen Objekte werden in der Ausstellung präsentiert

Studienteil: Anhand eines konkreten Beispiels werden die Freiwilligen sich mit Zwangsarbeit und NS-Geschichte sowie deren Ursachen und Folgen auseinandersetzen. In diesem Jahr  liegt der Schwerpunkt auf Zeitzeugengesprächen mit russischsprachigen jüdischen Einwanderern, die Krieg und Holocaust in der damaligen Sowjetunion erlebt haben. Die heute alten Menschen sind in den vergangenen 15-25 Jahren nach Deutschland eingewandert und leben nun in Osnabrück. Sie sind somit Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sowie zwischen Deutschland und Russland/Ukraine.

Die Teilnehmer/innen gehen in Gesprächen mit Zeitzeugen aus der damaligen Umgebungsgesellschaft der Frage nach, was die damaligen Nachbarn der Zwangsarbeitslager über die Zwangsarbeiter wussten und wie sie heute über die Geschichte der Zwangsarbeit an ihrem Ort denken.

Ausflüge nach Osnabrück und in die Niederlande sind ebenfalls geplant.

Unterkunft: In einem Haus des Deutschen Roten Kreuzes

Qualifikation: Interesse an neuen Sichtweisen und interkulturelle Begegnungen und am Thema

 

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Coping with the Past and Learning for the Present

DE-SCI-1.36 Berlin

Deutsch-Russisch-Ukrainisches Workcamp

05.08. - 19.08.2018

15 Freiwillige

Beschreibung: Das Erinnern an den Zweiten Weltkrieg gestaltet sich je nach Land unterschiedlich;  gute Beispiele dafür sind die Länder Russland und Deutschland. Deren verschiedene, manchmal gegensätzlichen Kulturen und Strategien der Erinnerung basieren auf unterschiedlichen Begriffen und Konzepten. In der Nutzung dieser ohne ein Bewusstsein dafür, dass das Gegenüber die Bedeutung eines Wortes nicht verstehen oder es ganz anders verstehen könnte, steckt allerdings auch Konfliktpotenzial. Dadurch, dass junge Menschen aus Russland in Deutschland in Berlin, einer Stadt mit diversen Spuren von unterschiedlichen Erinnerungskulturen, zusammengebracht werden, können wir Begriffe und Konzepte ermitteln, die für das Sprechen über den Zweiten Weltkrieg von Bedeutung sind.

Arbeit: Die Hauptaufgabe des Projekts ist der Austausch darüber, wie in unseren Ländern über den Zweiten Weltkrieg kommuniziert wird. Während wir die Gedenklandschaft in Berlin und Umgebung entdecken, werden wir wesentliche Begriffe und Konzepte, die für ein gegenseitiges Verständnis unerlässlich sind, ermitteln. Im Anschluss werden wir versuchen, ihre Bedeutung zu verstehen und sie in einen Kontext zu setzen. In Fällen, in denen sich die Auffassungen unserer Herkunft entsprechend unterscheiden, werden wir versuchen, Vorschläge für eine gemeinsame Definition zu finden. Die Ergebnisse werden in einem Wörterbuch gesammelt, das online und offline veröffentlicht wird.

Was wir bisher geschafft haben könnt ihr euch hier ansehen! Nun gilt es das bisher Erarbeitete zu vertiefen und weiter auszubauen.

Studienteil: Der Großteil des Projekts wird sich mit dem Thema der verschiedenen Erinnerungskulturen befassen. Im Zusammenhang damit werden auch Fragen zur Identität, Nationalismus und die Rolle von Geschichte aufgebracht und diskutiert.

Unterkunft: Einfaches Hostel, Selbstverpflegung in der Gruppe

 

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Photo Project on NS-forced Labour

DE-SCI- 1.37 Berlin Schöneweide, Study Camp

05.08. - 19.08.2018

14 Freiwillige

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit befindet sich am historischen Ort eines ehemaligen fast vollständig erhaltenen Zwangsarbeiterlager in Berlin Schöneweide. Es widmet sich schwerpunktmäßig einer jahrzehntelang vergessenen Opfergruppe: den Zwangsarbeiter*innen aus fast allen europäischen Ländern, die während des Zweiten Weltkrieges für das NS-Regime arbeiten mussten.

Im Mittelpunkt dieses Projektes wird eine fotografische Spurensuche an ehemaligen Lager- und Produktionsstandorten in Berlin-Schöneweide und in der Umgebung, als auch auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof stehen.

Arbeit: Unter Begleitung einer professionellen Fotografin werden internationale Teilnehmer*innen an verschiedenen Stationen im Südost Berlin erforschen, welche Auswirkungen Krieg und Zwangsarbeit auf den Ort hatten. Die Ergebnisse der Spurensuche werden in eine Ausstellung einfließen, die in der Jugendbegegnungsstätte gezeigt wird.

Studienteil: Historische und gegenwärtige Formen von Zwangsarbeit; Erinnerung an die NS-Zwangsarbeit

Unterkunft: Einfaches Hostel in Berlin-Schöneweide

Qualifikation: Interesse an der Geschichte des Nationalsozialismus; Interesse an Fotografie

Freizeit: Besuch der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Berlin, Wandern, Schwimmen, geführte Kanutouren mit Kajaks, Kanadiern oder Drachenbooten sind möglich.

Anfahrt: der nächste Bahnhof (Fernzüge) ist Berlin Ostbahnhof, der nächste Flughafen ist Berlin Schönefeld

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